Rezension Hochbahn

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Ich habe letztes Jahr „Hochbahn: Niederrhein-Krimi“ von Sabine Friemond (natürlich von einem Niederrheiner :D) geschenkt bekommen. Nun hab ich es endlich zur Hand genommen.

Niemand ahnt die Wahrheit

Pastorin Christin Erlenbeck stößt auf ein einhundert Jahre verborgen gebliebenes Geheimnis. Der Niederrhein als hochgradig spannende Kulisse des Debüt-Romans von Sabine Friemond, zu dem sie ein authentisches Unglück bei Spellen inspirierte.

Christin Erlenbeck ist mit ihren beiden Kindern zurück in ihre Heimatstadt Voerde gezogen, um die freigewordene Stelle als Pfarrerin anzutreten. Die Erinnerungen an ihre Jugend begegnen ihr dort auf Schritt und Tritt. In der Nacht fegt ein gewaltiger Sturm über den Niederrhein hinweg und entwurzelt dabei Sträucher und Bäume. Und er legt auch ganz unerwartet eine Leiche am alten Bahndamm frei, die dort allem Anschein nach schon sehr lange unter dem Schotter gelegen hat.

Christin ist fasziniert von dem Skelettfund, und sie beginnt in der Lokalgeschichte zu forschen, um mehr über den unbekannten Toten herauszufinden. Bei dieser Recherche kreuzen sich ihre Wege immer wieder mit denen von Freddie Neumann, dem Polizisten, mit dem sie vor vielen Jahren eine kurze Liebesaffäre verband. Die Wiederbegegnung versetzt Christin in einen Taumel der Gefühle, kann sie aber nicht von der Suche nach der Identität des geheimnisvollen Toten abbringen. Schließlich stößt sie auf Zeugnisse eines schrecklichen Unglücks, das vor über 100 Jahren beim Bau der Hochbahn bei Spellen geschah. Ein Ereignis, dessen Auswirkungen offenbar unbemerkt bis in die Gegenwart hineinreichen. Begleitet von einer tödlichen Gefahr, in die sich Christin ganz unmerklich hineinbegibt …

Krimis sind nicht gerade häufig in meinem Bücherregal zu finden. Ich habe zwar früher viel „Die drei ???“ oder „Die drei !!!“ gelesen, aber danach waren sie irgendwie nicht mehr so vertreten. Deswegen war ich richtig gespannt, wie mir das Buch gefallen würde.

Die Idee der Story fand ich sehr gut. Ich war gespannt darauf, wo denn jetzt diese alte Leiche herkommen mag und was für ein großes Geheimnis uns erwartet.

Die Charaktere haben mir sehr gefallen. Ich fand es toll, wie menschlich sie dargestellt wurden und sich auch Gedanken um Meinungen Anderer machten. Sie waren eben mal nicht so perfekt. Das hat sie mir nur noch sympathischer gemacht.

Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Besonders toll fand ich, dass es zwei Zeitebenen gab. Ich habe es sehr genossen, auch ein paar Kapitel aus der Vergangenheit zu lesen, um den Charakteren näher zu sein und mehr Hintergründe zu erhalten.
Allerdings hatte ich so meine Probleme mit der Spannung. Teilweise fand ich es etwas langatmig beziehungsweise einfach nicht spannend genug. Es hat mich leider nicht „eingesogen“.

Ebenso fand ich das Ergebnis leider vorhersehbar. Ich hatte früh eine Vermutung, wie das Geschehene zusammenhängen könnte, die sich dann leider zum Ende auch bestätigte. Trotzdem gab es noch die ein oder andere Nebenfrage, die es zu klären galt. Das hab ich dann auch gern gelesen. Dennoch wäre es toll gewesen, wenn es noch eine Twist oder so gegeben hätte. Es ist halt nicht so schön, wenn man es selbst schon weiß, während die Protagonisten noch eine Weile im Dunkeln tappen….

Und weil ich weder vom Niederrhein komme, noch mich dort wirklich auskenne, konnte ich natürlich auch nicht wirklich was mit den genannten Orten anfangen. Ich glaube, dass es einfach nochmal ein ganz anderes Leseerlebnis ist, wenn man sich in Voerde wirklich auskennt und gegebenenfalls die ein oder andere Örtlichkeit wiedererkennt.

Fazit:
„Hochbahn“ von Sabine Friemond konnte mich nicht wirklich begeistern, war aber auch nicht mega enttäuschend. Etwas mehr Spannung hätte es meiner Meinung vertragen können, dafür fand ich die Idee sowie den Schreibstil wirklich gut und die Charaktere an sich konnten mich auch begeistern.

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