Höbuch: Wem du traust
Ich hatte zum Jahresbeginn Lust, mal wieder etwas in Richtung Krimi/Thriller zu hören und so wurde mein erstes Hörbuch im Jahr 2026: Wem du traust von Petra Johann.
Wem kannst du noch trauen, wenn deine Liebsten dich belügen?
Eva führt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen kleinen Sohn das perfekte Leben am Stadtrand. Oft hilft Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin Susanne, als Babysitterin aus. Eines Nachts bringt Daniel die Fünfzehnjährige nach Hause, doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt. Als Sofias blutbefleckter Pullover gefunden wird, bricht Evas heile Welt zusammen. Ihr Mann beteuert seine Unschuld – doch kann sie seinen Worten Glauben schenken?
Leider muss ich aber sagen, dass mich das Buch eher enttäuscht hat.
Wir erfahren die Geschichte insbesondere aus der Perspektive von Eva und der ermittelnden Polizistin, deren Name mir schon gar nicht mehr einfällt. Kein gutes Zeichen.
Leider finde ich auch hier, dass der Klappentext einen viel zu großen Umfang des Buches abdeckt: Daniel wird lange Zeit nämlich überhaupt nicht verdächtigt… Vielmehr entdecken Eva und die Polizstin, dass einige Personen Dinge geheim halten wollen.
Das Hörbuch ließ sich an sich gut nebenbei hören und grundsätzlich wollte ich auch wissen, was mit Sofia ist, aber da ich den Charakteren leider überhaupt nicht nahe gekommen bin, hielt sich die Spannung bei mir in Grenzen.
Wie gerade schon erwähnt hatte ich mit den Charakteren meine Schwierigkeiten: Nicht nur, dass ich ihnen nicht wirklich nahe gekommen bin, teilweise haben sie mich einfach auch echt aufgeregt. Aus Spoilergründen erwähne ich jetzt keine Namen, aber aus Sofias engerem Umfeld haben Personen gelogen, Dinge ausgelassen, bei manchen Themen dicht gemacht und damit die Ermittlungen behindert. Teilweise bei total banalen Themen. Und das fand ich einfach nur nervig… Wenn aus meinem engen Umfeld eine Person verschwunden ist, dann unternehme ich doch ALLES, um die Ermittlungen voranzutreiben. Dann bin ich ehrlich, antworte auf noch so aus meiner Sicht abwägige Fragen und schlucke im Zweifel meinen eigenen Stolz runter. Das hat mich wirklich einfach nur aufgeregt und ist aus meiner Perspektive auch unrealisistisch.
Das Ende war dann in Ordnung, wobei ich dann doch irgendwann ein Gefühl hatte, wer dahinterstecken könnte, sodass es auch keine große Überraschung mehr gab.
Fazit:
Das Buch hat mich insgesamt leider enttäuscht. Es ist ok für Zwischendurch, aber es hat mich weder mit der Handlung noch mit den Charakteren fesseln können.
