Rezension Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte

In den vergangenen Wochen habe ich überall nur dieses Buch gesehen, da hab ich es im Buchladen spontan mitgenommen…

Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus‘ eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus‘, das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus‘ Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens …

Der Einstieg in das Buch fiel leicht, dennoch fand ich den zu Beginn geschilderten Arbeitsalltag von Linus ziemlich beklemmend. Glücklicherweise nimmt dies nur einen winzigen Teil der Geschichte ein.

Den Schreibstil fand ich gut. Die Geschichte lies sich ohne Probleme angenehm lesen. Spannung sollte man in diesem Buch nicht allzu sehr erwarten. Das Buch ist sehr ruhig gehalten und fokussiert sich auf die Charaktere und die zu übermittelnden Botschaften. Dafür wird allerdings eine Atmosphäre zum Wohlfühlen geschaffen.

Unsere Protagonisten mochte ich einfach gerne. Linus musste ich erst einmal kennenlernen, mochte ihn aber dann echt gern. Die Kinder musste ich hingegen sofort in mein Herz schließen. Sie waren einfach alle auf ihre eigene Art total süß und ich musste schon des öfteren Schmunzeln über die Eigenarten. Und wenn Chauncey von seinem größten Traum, Page zu werden, schwärmte, bekam ich einfach nur Tränen in die Augen…

Besonders mochte ich wirklich die Atmosphäre in dem Buch. Beim Lesen wurde mir einfach warm ums Herz und es mag zwar komisch klingen, aber durch diese wohlige Atmosphäre hab ich mich irgendwie geborgen in der Geschichte gefühlt (wenn sich das nicht mal komisch anhört :P).

Zudem wurden mir die Charaktere so nah gebracht, dass man sich bei dem ein oder anderen Konflikt, insbesondere welche durch Vorurteile entstanden sind, gern vor die Kinder gestellt hätte. Und auch mit Linus, Mr. Parnassus und Zoe könnte man vermutlich tolle Freundschaften schließen.

Negativ könnte man finden, dass dieses Buch schon sehr darauf ausgelegt ist, die wichtigsten Botschaften wie Toleranz oder, dass „Anderssein“ in Ordnung ist, zu übermitteln. Es wird sehr häufig und immer wieder auf diese Botschaften hingewiesen, was auch etwas viel sein kann. Mich hat es aber beim Lesen selbst nicht gestört.

Fazit
Ein absolutes Lesehighlight! Das Buch ist kein rasantes, aber man fühlt sich so wohl und freut sich einfach, dieser schönen Geschichte beizuwohnen. Zudem enthält dieses Buch so tolle und wichtige Botschaften.
Mir fehlen die Worte, es war einfach schön! LIEBLINGSBUCH!

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