Rezension Scythe- Die Hüter des Todes

Nachdem ich letztes Jahr die Vollendet-Reihe gelesen und geliebt habe, musste ich jetzt endlich mit Scythe von Neal Shusterman beginnen.

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Die Idee der Geschichte fand ich unglaublich spannend. Eine Welt ohne den Tod? Und wenn die Scythe doch Reue und Mitleid empfinden sollen, warum muss dann einer nach der Ausbildung sterben? Ich hatte viele Fragen im Kopf und fragte mich, wie Shusterman diese Idee umsetzen würde.

Der Schreibstil war super. Man flog nur so durch die Seiten. Ebenso fehlte es nicht an Spannung, sodass ich quasi nur am Lesen war und an einem Tag alles stehen und liegen gelassen habe, um dieses Buch zu beenden. Zudem gab tolle, unvorhersehbare Wendungen! Einfach top!

Unsere Protagonisten, Citra und Rowan, mochte ich gern. Ich fand es sehr gut, dass sie vom Charakter her sehr unterschiedlich, aber bei den wichtigen Aspekten einer Meinung waren. Ohne zu viel zu verraten, hatte ich beim Lesen wirklich Angst, dass einer der beiden Charaktere im Laufe der Geschichte wohlmöglich vom Weg abkommen würde. Ob dies der Fall ist, müsst ihr selbst lesen.

Besonders gefallen hat mir, dass fast nach jedem Kapitel ein Tagebucheintrag eines Scythe vorzufinden war. Zum einen war dies interessant, um zu sehen, wie unterschiedlich die Ansichten der einzelnen Scythe sind, zum anderen fand ich, dass viele Beiträge auch philosophische Aspekte aufweisen. Auch wenn man nicht in dieser Welt lebt, haben diese Einträge schon zum Nachdenken angeregt.

Scythe fand ich mega gut, allerdings kam es interessanterweise im Vergleich noch nicht an Vollendet ran. Ich habe es tatsächlich anders erwartet. In Vollendet gab es so viele Momente, in denen ich nur kopfschüttelnd da saß und im Kopf nur „NEIN, NEIN, NEIN!!“ hatte, dass war hier (noch?- man weiß ja nie bei Shusterman) nicht so, allerdings mag ich hier den eben angesprochenen philosophischen Ansatz.

Fazit
Scythe- Die Hüter des Todes war eine unglaublich gute Lektüre, die ich in wenigen Tagen durchgesuchtet habe. Das Buch kann ich jedem nur empfehlen und freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Band! Der wird sicherlich nicht mehr lange auf dem SuB bleiben!

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